Der richtige Sonnenschutz für Ihren Aussenbereich
Ein Sonnenschirm ist mehr als ein Schattenspender. Er prägt das Erscheinungsbild einer Terrasse, schützt Gäste und Mitarbeitende vor intensiver UV-Strahlung und muss dabei Wind, Wetter und täglicher Nutzung standhalten. Wir zeigen, worauf es bei der Wahl des richtigen Modells ankommt und stellen die aktuelle Neuheit vor.
Mittelstockschirm oder Seitenmastschirm: Die Grundfrage
Bevor es um Material und Design geht, steht eine technische Frage am Anfang: Wo soll der Mast stehen?
Ein Mittelstockschirm ist der Klassiker. Sein Mast steht in der Mitte der Fläche, die er beschattet. Das ist die bewährte Lösung für kleinere bis mittlere Flächen, etwa einzelne Tische auf einer Terrasse oder Sitzgruppen im Garten. Der Mast steht dort, wo sich auch der Tisch befindet, was bei beengten Platzverhältnissen praktisch ist, aber auch bedeutet, dass der Mast mitten im Sitzbereich steht.
Ein Seitenmastschirm, auch Ampel- oder Freiarmschirm genannt, hat seinen Mast am Rand der beschatteten Fläche. Das schafft darunter eine freie, ungestörte Fläche, ideal für grössere Essgruppen, Lounge-Bereiche oder wenn mehrere Tische unter einem Schirm Platz finden sollen. Seitenmastschirme lassen sich oft drehen und neigen, sodass der Schatten dem Sonnenlauf folgen kann, ohne dass Möbel verschoben werden müssen. Mit einem Rollensockel ausgestattet (nur auf glattem Boden), kann der Schirm auch ohne grossen Aufwand verschoben werden, ein Vorteil bei wechselnden Sonnenständen über den Tag. Bei grösseren Modellen lohnt sich ein Blick auf den Bedienkomfort: von der Handkurbel bis zur motorisierten Lösung mit Fernbedienung gibt es hier deutliche Unterschiede.
Für die Praxis bedeutet das: Bei einzelnen Tischen oder kleineren Flächen ist ein Mittelstockschirm meist die wirtschaftlichere und einfachere Lösung. Bei grösseren Lounge- oder Essbereichen, in denen der Mast im Weg stehen würde, lohnt sich die Investition in einen Seitenmastschirm.
Grossschirme für Gastronomie und Hotellerie
Wo eine grosse, durchgehende Fläche beschattet werden soll, etwa eine ganze Terrasse oder ein zusammenhängender Essbereich, kommen Grossschirme zum Einsatz. Sie sind besonders in der Hotellerie und Gastronomie verbreitet, da sie auch grössere Gästegruppen unter einem einzigen Schirm vereinen und so das Erscheinungsbild des Aussenbereichs einheitlich wirken lassen. Voraussetzung ist ausreichend Platz, sowohl für die Fläche selbst als auch für eine stabile Verankerung.
Windexponierte Standorte: Worauf es ankommt
Nicht jeder Standort ist gleich windgeschützt. Dachterrassen, erhöhte Lagen, Seeufer oder generell wenig verbaute Flächen sind besonders windexponiert. Für solche Standorte empfehlen sich spezielle windstabile Mittelstockschirme, die im Windkanal getestet sind und je nach Modell deutlich höhere Windgeschwindigkeiten aushalten als Standardmodelle.
Wichtig zu wissen: Seitenmastschirme sind für extrem windexponierte Lagen grundsätzlich nicht geeignet, hier ist ein windstabiler Mittelstockschirm die richtige Wahl. Bei der Standortwahl lohnt sich daher immer eine Einschätzung der lokalen Windverhältnisse, bevor das Schirmmodell festgelegt wird.
Neu von Glatz: PIAZZA in Holzoptik mit Aluminium-Technik
Eine der spannendsten Neuheiten im Sortiment ist der PIAZZA von Glatz. Auf den ersten Blick wirkt der Schirm wie ein klassischer Holzschirm, die 3D-Struktur der Oberfläche imitiert die Optik von Holz täuschend echt. Mast und Streben bestehen jedoch aus robustem Aluminium.
Das Ergebnis: die warme, einladende Optik von Holz, ohne den Pflegeaufwand, den echtes Holz mit sich bringt. Gleichzeitig sorgt die Aluminium-Konstruktion für deutlich mehr Windstabilität, als ein vergleichbarer Holzschirm sie bieten könnte. Für Gastrobetriebe, Pools und Aussenbereiche, in denen sowohl Optik als auch Praxistauglichkeit gefragt sind, ist der PIAZZA damit eine attraktive Option, gerade dort, wo echtes Holz aufgrund von Feuchtigkeit oder hoher Beanspruchung an seine Grenzen kommt.
Wer den Charme von echtem Massivholz bevorzugt, findet bei Weishäupl und Glatz weiterhin Modelle aus Eschen-, Eukalyptus- oder Teakholz. Beide Welten lassen sich übrigens auch kombinieren, etwa ein Holzschirm im repräsentativen Eingangsbereich und PIAZZA-Modelle für stark beanspruchte Zonen am Pool oder auf der Terrasse.
UV-Schutz und Stoffqualität: Worauf bei der Bespannung zu achten ist
Neben Form und Mastposition entscheidet die Bespannung über Schutz und Lebensdauer eines Sonnenschirms. Glatz bietet seine Stoffe in 70 Farben und drei Stoffqualitäten (2, 4 und 5) an, eine höhere Zahl steht für eine höhere Qualität. Wichtig: Alle Glatz Stoffe garantieren unabhängig von der Klasse einen UV-Schutz von über 98 Prozent. Der Unterschied liegt also nicht im UV-Schutz, sondern in Langlebigkeit und Optik.
Eine höhere Stoffqualität bedeutet bessere Lichtechtheit (weniger Ausbleichen), höhere Reissfestigkeit und stärkere Wasserabweisung. Optisch wirkt Stoffqualität 5 matt und fest, Stoffqualität 2 eher glänzend und leicht.
Für stark beanspruchte Standorte wie Badis, Hotelterrassen oder Aussengastronomie lohnt sich Stoffqualität 5: Die Polyacryl-Markisenstoffe überzeugen durch hohe Reissfestigkeit und eine Beschichtung gegen Schmutz und Fäulnis. Die Klassen 4 und 2 bieten ebenfalls eine lange Lebensdauer und eignen sich für moderatere Beanspruchung oder wenn die leichtere, glänzendere Optik gewünscht ist.
Die Wahl der Stoffqualität ist also eine Frage von Optik, Budget und Beanspruchung, nicht von mehr oder weniger UV-Schutz.
Befestigung: Stabilität, die zum Standort passt
Die schönste Bespannung nützt wenig, wenn der Schirm beim ersten stärkeren Wind umkippt. Die Wahl der Befestigung hängt vom Untergrund und der Nutzung ab:
Ein mobiler Sockel mit ausreichendem Gewicht eignet sich für flexible Standorte, etwa wenn der Schirm je nach Saison oder Veranstaltung umgestellt werden soll. Eine fest installierte Bodenhülse bietet maximale Stabilität für dauerhafte Standorte und ist optisch unauffällig, da sie im Boden verschwindet. Für Rasenflächen kommt der Rasenspitz zum Einsatz, eine einfache, aber wirksame Lösung für temporäre oder saisonale Aufstellungen.
Bei grösseren Schirmen und windexponierten Standorten empfiehlt sich generell ein schwererer Sockel oder eine feste Verankerung, unabhängig vom gewählten Modell.
Zubehör für den professionellen Einsatz
Ein Sonnenschirm lässt sich mit passendem Zubehör erweitern und an die Bedürfnisse des Betriebs anpassen. Dazu gehören etwa Heizstrahler für kühlere Abende, integrierte Beleuchtung für die Nutzung bis in den Abend hinein, Motorantriebe für komfortables Öffnen und Schliessen sowie Schutzhüllen, die die Lebensdauer der Bespannung über die Wintermonate verlängern. Gerade bei fehlender überdachter Lagerung im Winter ist eine Schutzhülle wichtig, um Wertverlust oder Schäden an Mast und Bespannung zu vermeiden.
Fazit
Die Wahl des richtigen Sonnenschirms ist eine Kombination aus mehreren Faktoren: Mastposition je nach Fläche, Windexposition des Standorts, Material je nach Optik und Pflegeaufwand, Stoffqualität je nach Beanspruchung sowie eine Befestigung, die zum Standort passt. Mit der neuen PIAZZA-Generation von Glatz lässt sich dabei erstmals die Optik von Holz mit der Praxistauglichkeit von Aluminium verbinden, eine Option, die gerade für Gastronomie und Aussenanlagen interessant ist.
Konfigurator Sonnenschirm.
Sie planen die Beschattung Ihres Aussenbereichs und möchten den passenden Schirm finden? Wir beraten Sie gerne und stellen Ihnen Ihren Sonnenschirm individuell zusammen, von Mastposition über Bespannung bis zur Befestigung.
Sonnenschirm konfigurieren →
Sonnenschutz-Referenzen
Stuhl mit Tisch realisiert Sonnenschutz-Lösungen für Gastronomie, Hotellerie und Unternehmen in der Schweiz.
Referenzen: Büro Accenture, Genossenschaft Röntgenhof

